Dienstag, Februar 27, 2007

Fastenspeise Semmel-Schmarrn

In Bayern wird der Semmel-Schmarrn zu den Fastenspeisen gezählt, wie viele fleischlose Gerichte. Dieser Schmarrn schmeckt jedoch das ganze Jahr über. Das traditionelle bayerische Gericht ist nicht gerade kalorienarm und hat mit dem heute oft gebräuchlichen Fasten, also Kalorienzufuhr einschränken, nicht viel zu tun. Im althergebrachten und religiösen Sinn bedeutet Fasten vielmehr Verzicht auf Fleisch. Nur so ist es zu erklären, warum im Semmelschmarrn reichlich Butter, Zucker und Eier sind. Es ist ein sehr einfaches Gericht und wird im Gegensatz zum Kaiserschmarrn mit Semmeln/Brötchen und nicht mit Mehl hergestellt. Mit Zimt und Zucker bestreut ist der Schmarrn köstlich, eine besondere Note gibt ihm die abgeriebene Zitronenschale. Dazu serviere ich meine Rotwein-Zwetschgen, die ich im Herbst eingemacht habe. So einfach und so gut...

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2

Titel: Semmel-Schmarrn mit Pflaumenkompott
Kategorien: Schmarrn, Semmel, Brötchen, Fastenspeise, Fastengericht, Rezept Fastenzeit
Menge: 4 Personen

8 Alte Semmeln / Brötchen
1/2 Ltr. Milch
6 Eier
300 Gramm Zucker
80 Gramm Rosinen
1 Abgeriebene Zitronenschale
50 Gramm Butter
1 Teel. Zimt

============================ QUELLE ============================
www.fastenzeit.de
von Frater Franz Neuhausen, Benediktinerabtei Rohr
-- Erfasst *RK* 25.02.2007 von
-- Claudia

Die Semmeln halbieren und in Scheiben schneiden. In eine große Schale die Milch, die Eier, 250g Zucker, die Rosinen und die gerieben Schale einer Zitrone geben und verrühren. Über die geschnittenen Semmeln geben und einziehen lassen. In einer Pfanne Butter geben und heiß werden lassen. Die Semmelmasse dazu geben. Das Ganze in den Backofen schieben und ca. 20 Minuten bei 200 Grad beidseitig backen. Anschließend den Schmarren in walnussgroße Stücke
zerteilen (am besten mit zwei Löffeln) und in einer Pfanne mit dem Rest des Zuckers und 1 Teelöffel Zimt bestreuen. Auf einer feuerfesten Platte anrichten. Dazu Pflaumenkompott reichen.

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Kommentare:

Rosa's Yummy Yums hat gesagt…

Das sieht toll und super lecker aus!!!

Petra hat gesagt…

Klasse! Ist sofort gebunkert. Muß ich auch mal machen. Ich möchte nämlich einmal pro Woche ein süßes Hauptgericht in meinen Speiseplan einbauen. Danke!

Brigitte hat gesagt…

Ach ja. Du erinnerst mich daran, dass ich das früher, so wie meine Oma, oft gemacht habe. Zumindest immer, wenn wir altbackene Weißmehlbrötchen hatten. Rosinen haben wir aber in unseren "Falschen Schmarrn" nicht hineingegeben und auch nicht so viele Eier, d. h. oft gar keine. Sondern nur in Milch eingeweicht und mit der Hand ausgedrückt bevor wir es in einer Pfanne in Butter rundum goldbraun angebraten haben und dabei manchmal etwas mit Zimt vermischten Zucker darübergestreut haben. So karamellisiert es ein wenig. Normalerweise haben wir den Zucker hinterher aufgestreut. Zu dem "Schmarrn" gab es immer gedämpfte Apfelspalten. Schmeckt aber auch klasse mit pochierten Pflaumen.
War das lecker und da wir kein/kaum Ei verwendet haben schön leicht und bekömmlich.
Richtigen Kaiserschmarrn, das mache ich jedoch immer noch ab und zu. Dazu gibt es bei mir dann karamellisierte Süßkirschen.

angelika hat gesagt…

Hallo Claudia, das wäre jetzt genau das, nach dem mein Herz begehrt. Nach fast noch nächtlichem Küche Ausräumen und sicher tausende Male Stiegen auf und ab (und dabei zusehen, wie die alte Küche demontiert wird) wäre das sicher eine bessere Option als mein selbstverordneter Diät-Salat. Dabei wäre der Semmel-Schmarrn ja auch eine Fastenspeise... (ganz klar, Einbildung ist auch eine Bildung...) Liebe Grüße, angelika

PS: Solche Süßspeisen waren wegen der Vereinbarkeit mit den Fastenreglung bei uns traditionell eine Freitagsessen....

Dolce hat gesagt…

@Brigitte: karamellisierte Süßkirschen klingt extrem lecker!

@Angelika: bei mir steht auch Diät-Salat auf dem Speiseplan...aber irgendwie kommt mir immer was dazwischen ;-)

Eva hat gesagt…

Das ist eins meiner absoluten Lieblingsgerichte - wurde in meiner Familie meist freitags gegessen (im Wechsel mit Pfannkuchen...;-) und entweder mit Zwetschgenkompott oder selbstgemachtem Apfelmus. Wahnsinnig lecker... Nicht ganz so traditionell, aber auch eine sehr gute Alternative ist Apfel-Kuerbis-Kompott.

Eva hat gesagt…

Hallo Claudia,
ich kenn mich in der Blog Etiquette nicht so richtig aus - hab meine Antwort in meinen Comment-Bereich geschrieben. Gibt's da irgendeinen Trick, wie man den Ueberblick behaelt bei zusammenhaengenden Comments?
Liebe Gruesse,
EVA