Dienstag, Juli 25, 2006

Tour durch's Baltikum

Kaum hatte ich meinen Blog in die Welt gesetzt, zog es mich auch schon in die Ferne.
Doch ich habe mich nicht nur eine Woche lang am Ladies Beach in Pärnu/Estland in der Sonne geaalt, sondern habe mich natürlich umgeschaut, was das Baltikum kulinarisch zu bieten hat.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Küche sehr bodenständig ist und die Zutaten verwendet werden, die im eigenen Land verfügbar sind. Inzwischen gibt es jedoch immer mehr ausländische Restaurants, vor allem italienische. Doch man merkt, dass die Menschen vor Ort lange Zeit nicht die Möglichkeit hatten, ihre kulinarischen Fühler in die Welt auszustrecken und wahrscheinlich stand ihnen auch nicht der Sinn danach, sich in der Küche zu verkünsteln.
Aber egal ob in Lettland oder in Estland, einen "süßen Zahn" scheinen sie alle zu haben :-)


Start der Tour durch's Baltikum war Riga. Auf dem zentralen Markt in der Nähe des Bahnhofs verschaffte ich mir einen ersten Überblick über das üppige Angebot an Gemüse der Saison.


Doch die Marktleute in Lettland ebenso wie in Estland sind nicht begeistert, wenn man ihre Waren und Stände fotografiert. Eine Blumenfrau wollte mir sogar verbieten eine Aufnahme von den Blüten ihrer Wicken zu machen. Trotzdem ist es mir gelungen einige Fotos zu schiessen.

Zurückgebracht habe ich auch zwei neue Schätze für meine Kochbuchsammlung. Das eine heisst "Eesti Köök - Estonian Cooking" und das andere "Baltisch kochen" und ist eine Zusammenfassung von vier alten baltischen Kochbüchern (um 1900) in deutscher Sprache (was auch mit der Geschichte Rigas zusammenhängt). Für meinen nächsten Post werde ich diese Bücher fotografieren (meine Kamera hat am Ende der Reise den Geist aufgegeben!) und werde versuchen, etwas daraus zu kochen. Einige der alten Rezepte haben so wunderbare Namen wie "Goggelmoggel" oder "Komm-morgen-wieder" - das muss doch gut sein, oder?

1 Kommentar:

Sabrina hat gesagt…

Liebe Claudia,
über einen längeren Umweg bin ich zu Deinem Blog gekommen.
Ich habe insgesamt rund 8 Monate in Estland gelebt und freue mich immer die Eindrücke anderer zu dem Land zu lesen.
Die Marktleute in Tartu waren allerdings wesentlich umgänglicher, was Fotos betraf.
Mit dem "süßen Zahn" hast Du recht. Es gibt immer eine herrliche Auswahl an Gebäck, Kuchen, Süßigkeiten, Quarkriegeln, Schokolade etc. (einen meiner Lieblinge hast Du auch festgehalten, die Quarkringe).
Werde mir den estnischen Apfelkuchen mal auf meine Nachback- Liste setzen und bin gespannt, ob Du noch mehr Rezept aus den beiden Bücher gepostet hast.
Liebe Grüße, Sabrina