Freitag, Februar 22, 2008

Grießschnitten als Fastenspeise


Wenn von "Comfort Food" gesprochen wird, muss ich immer an Grießschnitten denken. Als Klosterschülerin bei den Benediktinern genoss ich auch die Klosterküche und freute mich auf die Freitage, an denen uns die gebackenen Grießschnitten mit Apfelmus aufgetischt wurden.
Dieses Gericht gilt auch als Fastenspeise, weil eben kein Fleisch enthalten ist. Weil aber Fasten für mich etwas mit Verzicht zu tun hat, wage ich das, das mir so gut schmeckt, kaum als Fastengericht zu bezeichnen.
Der Umgang mit der Fastenzeit wird ja sehr unterschiedlich ausgelegt und wenn man an die üppigen Karpfenteiche der Klöster denkt, die schon im Mittelalter für die Versorgung der Mönche in der fleischlosen Zeit angelegt wurden, sollte einen nicht zu sehr das schlechte Gewissen plagen...

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

Titel: Grießschnitten
Kategorien: Grieß, Süßspeise, Hauptspeise, Süß
Menge: 1 Rezept

1 Ltr. Milch
1 Prise Salz
1 Teel. Geriebene Zitronenschale
250 Gramm Hartweizengrieß
30 Gramm Zucker
2-3 Eier
Zum Panieren:
1 Ei mit
1 Essl. Wasser verschlagen
8 Essl. Semmelbrösel mit
2 Essl. Mehl vermischt
Sonnenblumenöl, Zucker und Zimt

============================ QUELLE ============================
nach Bayerisches Kochbuch, Birken Verlag Planegg-Martinsried,
55.Auflage 1998,
-- Erfasst *RK* 22.02.2008 von
-- Claudia

Milch mit Salz und Zucker aufkochen lassen, Grieß einrühren, Topf vom Herd nehmen, quellen lassen und zuletzt die Eier unterrühren. Den steifen Grießbrei auf einem Blech aufstreichen, kalt werden lassen und dann in Schnitten schneiden. Mit Ei und der Semmelbrösel-Mehlmischung panieren und in Sonnenblumenöl knusprig herausbacken.
Mit Zimt-Zucker-Mischung bestreut servieren und Obstkompott nach Wahl dazu reichen. Wer es schlanker will, kann die Panade weglassen und die Schnitten einfach so in der Pfanne anbraten.

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Dienstag, Februar 19, 2008

Zitronenkuchen


Locker und leicht ist dieser einfache Zitronenkuchen aus der Gugelhupfform herausgekommen. Das Rezept stammt von Tim Mälzer und der hat den Kuchen noch nach dem Backen mit einer Mischung aus Zitronen-und Orangensaft getränkt und mit einem zitronigen Puderzuckerguss überzogen. Puderzuckerguss mag ich nicht und das Tränken habe ich sein lassen, weil er schon sehr zitronig duftete.
Dieses Zitronenkuchen-Rezept kommt in meine Küchenkladde zu den Keepern, weil er so luftig und schnell zu machen ist.


========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

Titel: Zitronenkuchen
Kategorien: Kuchen, Zitronen, Rührteig, Einfach
Menge: 12 Stück

200 Gramm Weiche Butter/Margarine
200 Gramm Zucker
1 Prise Salz
2 Teel. Abgeriebene Zitronenschale (unbehandelt)
5 Eier
280 Gramm Mehl
60 Gramm Speisestärke
3 Teel. Backpulver
100 ml Milch
8 Essl. Zitronensaft (Dolce: Saft von zwei Zitronen)

============================ QUELLE ============================
nach Tim Mälzer bei www.vox.de
-- Erfasst *RK* 19.02.2008 von
-- Claudia

200 g weiches Fett, 200 g Zucker, 1 Prise Salz und 2 TL Zitronenschale mit den Quirlen des Handrührers mindestens 8 Minuten sehr cremig rühren. Die Eier einzeln je 1/2 Minute gut unterrühren.
Mehl, Speisestärke und Backpulver sieben, mit Milch und 8 EL Zitronensaft abwechselnd unterrühren.

Den Teig in eine gefettete, mit Mehl ausgestäubte Gugelhupfform (2 l Inhalt) streichen. Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C (Umluft: 150 °C) auf der 2. Schiene von unten 40 bis 45 Minuten backen. Den Kuchen 5 Minuten ruhen lassen, dann aus der Form stürzen.

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Mittwoch, Februar 06, 2008

Panda Express Orange Chicken - Chinese New Year


Jetzt muss ich mich aber sputen. Mir geht es wie Zorra, die den Eingabeschluss verpasst hat für das Chinese New Year Event von Foodfreak.

Auf den letzten Drücker möchte ich doch noch das Panda Express Orange Chicken präsentieren. Ob ich dieses Gericht einem "echten" Chinesen zum Neujahrfest anbieten würde, weiss ich nicht - soll doch nur ein ganzes gebratenes Huhn an diesem besonderen Tag Glück bringen. Das Rezept stammt ursprünglich von einer amerikanisch-chinesischen Fast-Food-Kette namens Panda Express. Wir haben es in Florida zum ersten Mal probiert und waren - gemessen am sonstigen Fast-Food-Angebot - begeistert. Im Internet entdeckte ich dann tatsächlich das Rezept für das Orange Chicken bei Recipezaar.
Monsieur Dolce hat dieses Rezept noch besser geschmeckt als das amerikanische Original und sagte, dass ich das nächste Mal bitte die doppelte Menge machen solle...

Donnerstag, Januar 03, 2008

Entenbrust mit Honig-Himbeeressig-Sauce



Aus einem kleinen französischen Rezeptbüchlein über das Périgord habe ich dieses leckere Rezept für eine Entenbrust mit Honigsauce. Der Clou ist der Himbeeressig, der der Sauce eine besondere fruchtige Würze verleiht. Seit dem Urlaub im Burgund steht bei uns im Kühlschrank eine "Beurre de Cassis", eine schwarze Johannisbeerkonfitüre, die auf besonders schonende Weise im Kupferkessel gerührt wird, bevor sie in den Laden der Ferme Fruirouge kommt (vergleichbar bei uns mit Einkaufen auf dem Bauernhof - nur dass es dort ausschließlich Produkte mit/aus Beeren gibt). Hier wird - leider nur auf französisch - erklärt, was es mit der "Beurre" auf sich hat.
Jedenfalls war ich der Meinung, dass sich die Beurre de Cassis bestimmt hervorragend in der Sauce macht und habe einen EL dazugegeben. Der Himbeeressig wurde dadurch in den Hintergrund gedrängt, aber die Sauce schmeckte wunderbar fruchtig und wurde noch ein wenig sämiger. Die Sauce ist aber auch ohne Beurre de Cassis ein Gedicht!


========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

Titel: Entenbrust mit Honig
Kategorien: Entenbrust, Honig, Geflügel, Himbeeressig
Menge: 2 Personen

1 Entenbrust (ca. 500g)
20 ml Akazienhonig
30 ml Himbeeressig
40 ml Geflügelfond
Salz
Pfeffer
evtl. 1 EL "Beurre de Cassis" - schwarze Johannisbeerkonfitüre

============================ QUELLE ============================
Carnet de Cuisine - Le Périgord, Romain Pages Éditions
(Sommières), 1997
-- Erfasst *RK* 03.01.2008 von
-- Claudia

Die Entenhaut rautenförmig einschneiden, salzen, pfeffern und die Brust mit der Hautseite in einer heissen Pfanne anbraten. Nach 5-7 Minuten bei mittlerer Hitze das Fleisch wenden und noch einmal 5-7 Minuten braten. Dann das Fleisch in Alufolie packen und ruhen lassen (Dolce: ich habe die Entenbrust in Alu in den 80Grad warmen Ofen gelegt). Mit dem Gefügelfond die Pfanne ablöschen und vom Feuer nehmen. Dann in einem Topf Honig und Himbeeressig ca. 5 Minuten köcheln lasssen. Den Geflügelfond dazugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Die Entenbrust in feine Streifen schneiden und mit der Honig-Himbeeressig-Sauce anrichten. Dazu habe ich ein
Kartoffelgratin serviert.

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Donnerstag, Dezember 20, 2007

Kürbiskern-Kipferl


Als erstes war ich von ihrer Farbe angetan - grüne Plätzchen! Kürbiskerne liebe ich zudem sehr und ich wollte ein weiteres, neues Weihnachts-Backrezept ausprobieren. Die Kipferl schmecken sehr nussig, nicht zu süß und sind auf dem Plätzchenteller ein echter Hingucker. Meinen Testessern, unter anderem Monsieur Dolce und meine liebe Nachbarin Angela, waren von den "kleinen Grünen" ziemlich angetan.
Die Enden der Kipferl habe ich in eine Schoko-Zimt Kuvertüre getaucht.
Da in den Kipferln auch Kürbiskernöl enthalten ist, habe ich sie erst kurz vor Weihnachten gebacken, damit das Öl nicht ranzig wird. Im Rezept wird die Haltbarkeitsdauer mit drei Wochen angegeben.
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

Titel: Kürbiskern-Kipferl
Kategorien: Plätzchen, Gebäck, Kürbiskerne, Weihnachten
Menge: ca. 100 Stück bei kleinen Kipferln

250 Gramm Mehl
200 Gramm Geriebene Kürbiskerne
100 Gramm Puderzucker
200 Gramm Kalte Butter
2 Eidotter
10 ml Kürbiskernöl
1 Pack. Vanillezucker (8g)
Dunkle Kuvertüre für die Enden der Kipferl

============================ QUELLE ============================
ORF Nachlese Advent-Extra 11/07
-- Erfasst *RK* 19.12.2007 von
-- Claudia

Alle Zutaten rasch zusammenkneten und für einige Stunden in den Kühlschrank geben. Dann aus dem Teig Kipferl formen und bei 170 Grad ca. 12 Minuten backen. Die Ecken der abgekühlten Kipferl in dunkle Kuvertüre tauchen. Im Originalrezept wird empfohlen, die Kürbiskern-Kipferl bei 180 Grad 18 Minuten lang zu backen, diese Backzeiterschien mir jedoch zu lang.

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Sonntag, Dezember 09, 2007

Kulinarischer Adventskalender: Unwiderstehliche


Hinter dem Türchen mit der Nr. 9 verbirgt sich beim Kulinarischen Adventskalender etwas Süßes: Nussplätzchen, denen man nur schwer widerstehen kann. Mit Butter, ohne Ei und mit nur wenig Mehl gebacken sind sie zart und mürbe.
Auf unserem Plätzchenteller sind sie in diesem Jahr zum ersten Mal und sind jetzt schon in der Küchenkladde niedergeschrieben. Obwohl ich mich beim Adventsgebäck genauso wie Cascabel meist lieber an die Klassiker halte.
Eine schöne Adventszeit und natürlich viel Glück beim Kulinarischen Adventskalender-Gewinnspiel wünscht Euch, Dolce!


========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

Titel: Unwiderstehliche
Kategorien: Plätzchen, Weihnachten, Nüsse
Menge: 2 Blech

80 Gramm Gemahlene Mandeln
80 Gramm Gemahlene Walnüsse
100 Gramm Geriebene Bitterschokolade
120 Gramm Butter
140 Gramm Zucker
80 Gramm Mehl

============================ QUELLE ============================
Weihnachtsgebäck - Traditionsrezepte aus Württemberg von
Elke Knittel /Rolf Maurer, Ulmer Verlag 2. Aufl. 2001
-- Erfasst *RK* 05.12.2007 von
-- Claudia

Alle Zutaten rasch zusammenkneten. Den Teig zu Rollen kneten und im Kühlschrank mindestens zwei Stunden kühl stellen. Dann von den Rollen Scheiben abschneiden, zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Bei 175 Grad im Ofen circa 20-25 Minuten backen. Claudia: ich habe geriebene Milchschokolade
verwendet, weil keine Bitterschokolade mehr im Haus war, das macht die Plätzchen aber sehr süß. Also besser Bitterschokolade verwenden!
Ich kann mir auch vorstellen, die Plätzchen nach dem Backen noch dick mit Puderzucker zu bestäuben oder vor dem Backen in Kristallzucker zu wenden. Diese Plätzchen sind auf jeden Fall ein Keeper, denn sie sind sehr mürbe und buttrig. Monsieur Dolce war begeistert von diesem neuen Rezept.

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Montag, November 26, 2007

Rumänischer Cozonac


Angeregt durch die Weihnachtsbäckerei-Sendung von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer im WDR, habe ich meine Weihnachtsbacksaison eingeläutet. Ausgesucht hatte ich mir den rumänischen Cozonac, ein Hefegebäck mit einer saftigen Nussfüllung, die in einer Kastenform gebacken wird. Von der Konsistenz hier ist er mir gut gelungen, den Geschmack kann ich nicht beurteilen, weil ich derzeit eine schwere Erkältung habe. Aber Monsieur Dolce schwelgte in Kindheitserinnerungen und verglich den Cozonac mit dem Nuss-Hefezopf seiner schwäbischen Großmutter. Das soll doch was heißen...


========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

Titel: Rumänischer Cozonac
Kategorien: Hefeteig, Nüsse, Weihnachten
Menge: 12 Personen

Zutaten für den Hefeteig:
400 Gramm Mehl
1 Würfel Hefe
125 ml Warme Milch
80 Gramm Zucker
100 Gramm Butter
2 Eigelbe
1 Prise Salz
Zutaten für die Füllung:
250 Gramm Haselnüsse
5 Eiweiße
200 Gramm Zucker
1 Zitrone; die Schale
1 Vanillestange
1 Essl. Cognac oder Rum
1 Essl. Walnussöl
100 Gramm Rosinen
2 Eigelbe
2-3 Essl. Sahne
2-3 Essl. Hagelzucker
1 Prise Salz

============================ QUELLE ============================
www.wdr.de
Servicezeit Essen und Trinken
-- Erfasst *RK* 24.11.2007 von
-- Claudia

Das Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Die Hefe in etwas Milch mit einem Teelöffel Zucker auflösen, ins Mehl kippen und unter einem Tuch etwa 15 Minuten gehen lassen. Die restliche Milch leicht erwärmen, den Zucker unterrühren und die Butter darin auflösen, dabei die Salzprise hinzufügen. Die Maschine einschalten, die Knethaken langsam arbeiten lassen, dabei diese Milchmischung
hinzugießen und schließlich noch die beiden Eigelbe dazugeben. Der Teig ist fertig, wenn er sich vom Schüsselrand löst. Ist er zu klebrig, ein bis zwei Esslöffel Mehl einarbeiten. Ist er zu fest, einen Löffel Milch hinzufügen. Den Teig in eine mit Mehl
ausgestreute Schüssel legen und gut zugedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen.

Für die Füllung die Haselnüsse auf einem Blech verteilen und bei 200 Grad Celsius im Backofen etwa zehn Minuten rösten. Dann auf ein Tuch kippen, darin kräftig rubbeln, sodass die Nüsse einen Großteil ihrer Schale verlieren. Außerdem entwickeln sie einen betörenden Duft und Geschmack. Erst dann im Zerhacker oder in der Mühle mahlen. Die Eiweiße mit etwa der Hälfte des Zuckers und der Prise Salz in einer
großen Schüssel langsam (gute zehn Minuten) steif schlagen. Der Schnee soll dicht und kompakt wirken, darf nicht pludrig und wolkig aussehen. In einer zweiten großen Schüssel den restlichen Zucker mit den gemahlenen Haselnüssen und dem Vanillemark und der abgeriebenen Zitronenschale vermischen. Nach und nach den Eischnee unterrühren, bis eine cremige Paste entsteht. Zum Schluss den Cognac, nach
Geschmack auch etwas Walnussöl, und die Rosinen unterrühren.

Den Teig circa 1 Zentimeter dick zu einem Rechteck von der Breite einer Kastenform ausrollen, mit der Füllung gleichmäßig bestreichen und aufwickeln. In die ausgebutterte Form setzen und nochmals eine halbe Stunde gehen lassen. Erst dann bei 180 Grad Celsius (Heißluft) beziehungsweise 200 Grad Celsius (Ober- und Unterhitze) circa 50 bis 60 Minuten backen. Zehn Minuten vor dem Ende der Backzeit den
Cozonac aus dem Ofen holen, die Oberfläche mit Eigelb bestreichen, das mit Sahne (oder Milch) verquirlt wurde, und mit Hagelzucker bestreuen. Der Cozonac schmeckt wunderbar ganz frisch und lauwarm, lässt sich aber auch gut ein paar Tage aufheben die Füllung hält ihn schön saftig.

Claudia: Ich habe es mir mit den Haselnüssen etwas einfacher gemacht und gemahlene verwendet, die ich in einer beschichteten Pfanne leicht angeröstet habe.
Bei der Backzeit empfehle ich immer wieder zum Ofen zu gehen und nach dem Bräunungsgrad zu schauen. Mein Cozonac war bereits nach 40 Minuten relativ gut gebacken, ich mag's eigentlich gerne etwas heller. Habe ihn nach dem Bestreichen mit Eigelb noch zehn Minuten bei ca. 150 Grad im Ofen gelassen.
Der Hefeteig ist bestimmt auch für andere Zopf-Varianten gut geeignet. Obwohl ich kein Hefteig-Profi bin, ist er mir super gelungen.

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