Die Stutzbockerl kommen aus Waldmünchen in der Oberpfalz und keiner weiß, woher dieses leichte Hefegebäck den Namen Stutzbockerl hat.
Dieses traditionelle Gebäck wird nur in den Tagen rund um Nikolaus verkauft.
Der Urgroßvater von Bäckermeister Hans Bücherl hat das Rezept dafür überliefert und was in Nürnberg in der Vorweihnachtszeit der Lebkuchen ist, ist in Waldmünchen das Stutzbockerl.
Die Rezeptur ist geheim, nur soviel ist bekannt: es ist ein einfacher Hefeteig, der mit einem Puderzuckerguß überzogen wird.
Diese "Gebildebrote", wie sie die Heimatforscher nennen, gibt es in 14 verschiedenen Formen wie z.B. Posthörner, Urtiere, Schnecken, Pfeifen oder Schlangen.
Ich dachte mir, ich könnte für den Blog drei verschiedene Stutzbockerl fotografieren, doch als ich nach Hause kam, sah ich, dass mein Süßer heute morgen gut gefrühstückt hat ;-)
An die Schlange hat er sich wohl nicht herangetraut.
Der Bäcker Bücherl aus Waldmünchen gehört übrigens zu der Vereinigung Slow Baking Deutschland, einem Zusammenschluss von 290 Bäckern im deutschsprachigen Raum, die keine chemischen Zusätze verwenden und nichts zukaufen, wie z.B. Fertig-Teiglinge für Semmeln. Wie schade, dass dieser Bäcker zweieinhalb Fahrtstunden von München entfernt ist...


